Von Wolkenkratzer zu einem kleinen Hochhaus unter vielen
Rosenduft
Rosenduft: wohlriechendes und bemerkenswertes , (h)eilige und un(h)eilige Gedanken aus dem heiligen Land
Montag, 17. August 2026
Der Shalom-Tower: Ein kleiner Gigant!
Sonntag, 2. August 2026
Halpers - eine Tel Aviver Institution
Ein eher unscheinbares Schild (siehe oben) zeigt den Eingang zu einer Welt, der Buchfreunde ganz Israels entzückt: Es ist dies der Eingang zu Halpers Books, der sich im Süden Tel Avivs, auf Allenby 37 befindet. Dort finden sich Bücher auf Englisch, Russisch, natürlich auch Hebräisch, aber auch Französisch und Deutsch, vor allem Literatur, aber auch Bücher zu sämtlichen nur erdenkbaren Themen...
Bereits im Hof stapeln sich die Bücher reihenweise (siehe oben) - und das ist nur ein Vorgeschmack auf der Riesenauswahl, die kommt.
Angefangen hat alles 1991, kurz vor dem Golfkrieg, als der neu verheiratete und neu in Israel eingewanderte amerikanische Bibliophil Yofel Halpern sich entschloss, sein Glück in Israel mit dem zu machen, was er am liebsten hatte: Bücher! Natürlich passt das gut zum Volk, zu dem er gehört - dem Volk des Buches...
Seit dem hat er zig Geschichten erlebt, die selbst Bücher füllen konnte: Beispielsweise den Besitz eines von Sigmund Freud persönlich gewidmeten Buches (nicht an Halpern, aber trotzdem), eine Bestellung vom Buckingham Palace - sie wollten für ihre Bücherei eine Biographie von König Christian von Dänemark - und einen Obdachlosen, der nach Übernachtung in Allenby die Tage im Buchladen verbrachte. Als der Obdachlose starb, und sich keine Verwandten fanden, richtete Halpern die Beerdigung aus...
Aber die wahren Geschichten erzählen natürlich die ca. 50.000 Bücher (grobe Rechnung), die von Boden bis Decke 4 Zimmer füllen. (siehe oben) Dazu gehörte ein Brief Albert Einsteins an den jüdischen Untergrund während des Britischen Mandats (Halpern verkaufte ihn an Sothebys), seltene Pessach-Haggadas (ein ehemaliger Präsident Israels war Sammler), die Nachlässe des legendären Verteidigungsministers Moshe Dayans, des ehemaligen Präsidenten Ezer Weizmanns und des kürzlich verstorbenen Schauspieler und Regisseur Assi Dayans.
Die Kundschaft ist ein farbenfrohes Gemisch aus typischen Tel Avivis, Anglos und anderen Einwanderer, Fremdarbeiter aus den Philippinen, Arbeiter verschiedener Botschaften (vor allem der amerikanischen, aber auch anderer) und - aufgrund des guten Judaica-Bestands - auch viele Haredim.
Und (fast) jeder findet das Buch seiner Träume bei Halperns, einer Tel Aviver Institution.
Bilder und Text: Rosebud
Montag, 27. Juli 2026
Tu be Aw, das jüdische Fest der Liebe
Heute abend fängt Tu beAw an, das jüdische Fest der Liebe
Da Tu be Av - wie alle jüdischen Feiertage - nach dem jüdischen Mondkalendar berechnet wird, fällt er auf einen Vollmond, denn Tu be Av heisst "15. des Monats Av" und 2 Wochen nach dem Neumond ist bekanntermaßen Vollmond.
Vollmond
Was passierte an Tu beAw?
Wie wird Tu b'Av gefeiert?
Hier ein paar weitere Eindrücke frühererTu be Aw Festlichkeiten:
Es wurde GESWINGT!
Mittwoch, 15. Juli 2026
Waiting
Nichts kann diese Zeit besser zusammenfassung als das Wort "Waiting":
- wir warten, dass der Sommer und diese schreckliche Hitzewelle endlich vorbei sind
- wir warten auf die Wahl
- wir warten, dass es wieder so wird, wie es war, oder zumindest - nicht noch schlimmer wird, als es ist
KURZUM: WAITING
Bis das Warten vorbei ist, träumen wir mit offenen Augen
stellen alles auf den Kopf
und hoffen, dass wir mit einem Lächeln aufgeweckt werden
Bilder: Youtube
Text: Rosebud
Links zum Lied und zu Naama Chetrit gibt es auf unserer Facebook-Seite
Montag, 6. Juli 2026
100 Jahre Große Synagoge Allenby

Tel Aviv, Allenby Street. Zwischen hupenden Bussen, schattigen Straßencafés und dem ewigen Kommen und Gehen der Stadt erhebt sich ein Bauwerk, das leise von Geschichte erzählt: die Große Synagoge an der Allenby‑Straße. Im Jahr 2025 blickt sie auf 100 Jahre Geschichte zurück – ein Jahrhundert voller Wandel, Hoffnung und Erinnerung.
Ein Traum aus den 1920er‑Jahren
Als Tel Aviv noch jung war, entstand der Wunsch nach einem repräsentativen geistlichen Zentrum. 1922 entwarf der Architekt Yehuda Magidovitch die Große Synagoge. Der Bau kam jedoch nur schleppend voran – erst die finanzielle Unterstützung von Baron Edmond de Rothschild machte die Fertigstellung möglich.1926 war das Gebäude vollendet, 1930 wurde es feierlich eingeweiht. Die Synagoge wurde schnell zu einem Mittelpunkt religiösen und gesellschaftlichen Lebens.
Licht, Glas und Erinnerung

Besonders eindrucksvoll ist der Innenraum: eine hohe Kuppel, weite Hallen und die berühmten Buntglasfenster, die an zerstörte Synagogen Europas erinnern. Wenn das Sonnenlicht durch das Glas fällt, scheint die Vergangenheit für einen Moment greifbar nah.
Diese Fenster sind stille Mahnmale – und zugleich Symbole des Weiterlebens.
Wandel der Stadt, Wandel der Synagoge
In den 1960er‑Jahren veränderte sich das Viertel rund um die Allenby‑Straße stark. Viele Gemeindemitglieder zogen weg, die Synagoge verlor an Bedeutung als alltäglicher Gebetsort.1970 wurde sie umfassend renoviert und erhielt ihre heutige, markante Fassade mit Bögen und modernen Elementen. Seitdem steht sie nicht nur für religiöse Kontinuität, sondern auch für architektonischen Wandel.
Bewahren für die Zukunft

Heute ist die Große Synagoge Teil umfangreicher Restaurierungs‑ und Erhaltungsprojekte. Ziel ist es, sie als historischen Ort, kulturelles Erbe und lebendigen Bestandteil der Stadt neu zu positionieren.
Ein Ort der Stille – mitten im urbanen Puls.
Ein persönlicher Gedanke
Vielleicht geht man an ihr vorbei, ohne stehen zu bleiben. Vielleicht betritt man sie nur für einen kurzen Moment. Doch wer innehält, spürt: Diese Mauern haben vieles gesehen. Und sie erzählen weiter – leise, würdevoll, seit nunmehr 100 Jahren.Bilder: Public Domain
Dienstag, 30. Juni 2026
Makkabia 2026: Ein Sommer voller Kraft und Verbundenheit
Am 1. Juli fängt die Makkabia, oft als die "jüdischen Olympischen Spiele" bezeichnet, an, und zwar mit einem großen, internationalen Auftakt-Event in Jerusalem
Ein Treffen der Weltgemeinschaft
Es ist ein Ereignis, das weit über die reine sportliche Leistung hinausgeht. In diesem Jahr versammeln sich 8.000 Athleten aus 55 verschiedenen Ländern, um in 45 verschiedenen Sportarten gegeneinander anzutreten. Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt, dann sieht man nicht nur Wettkämpfer, sondern Botschafter, die aus allen Himmelsrichtungen angereist sind, um hier, in der Hitze des israelischen Sommers, ihren Mut und ihre Leidenschaft zu zeigen.
"Ein Feuer brennt in ihnen" – so beschreibt es die Makkabia-Organisation. Und dieses Feuer spürt man, wenn man durch die Städte geht, von Jerusalem bis in den Norden und Süden, wo die 3.000 Turniere ausgetragen werden.
Mehr als nur Sport
Die Makkabia ist ein Versprechen auf Zusammenhalt. Es ist das Wissen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. Während die Sportler an ihre Grenzen gehen, laden sie uns ein, innezuhalten und diese Verbundenheit zu feiern. Ob beim Schwimmen, im Kampfsport oder bei den Teamspielen – am Ende des Tages bleibt das Gefühl, dass wir durch unsere gemeinsame Geschichte und unsere Visionen fest miteinander verwoben sind.
Text: Rosebud
Fotos: Website der Makkabia
Mehr gibt es auf unserer Facebook-Seite
Dienstag, 16. Juni 2026
Mosch ben-Ari: Vollblutmusiker, Made in Israel
Wer ist Mosh ben-Ari?
Israelischer Sänger und Musiker, dessen Background so vielfältig ist wie das Land selbst: In Israel geboren, Familienwurzeln in Russland, Asarbadjan, Ägypten, Iraq und Jemen. Aufgewachsen ist Mosh in Afula, einer Entwicklungsstadt im Norden Israels. Schon von früh an fing Mosh an, sich für Musik zu interessieren, inspiriert von den Klängen der jemenititschen Synagogenmusik (hier ein Beispiel), die in der kleinen Nachbarschaftssynagoge Afulas gesungen wurde.Anfangs war er der Frontsänger der Band "Sheva", mit der er viele Hits hatte
Sheva: Hilula
Der Stil war Reggae, und auch damals waren die Hauptthemen Spiritualität, die Verbindung mit der Natur und Frieden. Sheva war ein voller Erfolg, und sie tourten in Europa, Amerika, und sogar Australien. Die Band war Reggae, Shanti und New Age - und passte genau in den Trend.
Das Lied "Salam-Shalom" wurde zur Hymne einer ganzen Generation - weltweit
Salam- Shalom - live in Australien
Seit einigen Jahren ist er solo (als Sänger), und hat sich von Reggae- zum Rockmusiker weiterentwickelt, wobei er sowohl singt als auch Gitarre spielt. Mosh schreibt alle seine Songs selbst, sowohl Text als auch Musik, und entwickelt sich ständig als Musiker weiter. Zudem ist er aktiv im Kampf für die Erhaltung des Toten Meers als Natur-Reservoirs, für den Frieden und für die musikalische Tradition von Nordafrika und den Nahen Osten.
Mosh ben-Ari: Ein Phänomen
Er ist auch weiterhin aktiv als Botschafter von Frieden, Naturverbundenheit und Spiritualität - und vor allem als wunderbarer Musiker, der jede Note und jedes Wort Text seiner Lieder selbst schreibt.
Text und Fotos: Rosebud














