Dienstag, 30. Juni 2026

Makkabia 2026: Ein Sommer voller Kraft und Verbundenheit

 

 

Am 1. Juli fängt die Makkabia, oft als die "jüdischen Olympischen Spiele" bezeichnet, an, und zwar mit einem großen, internationalen Auftakt-Event in Jerusalem

Ein Treffen der Weltgemeinschaft

Es ist ein Ereignis, das weit über die reine sportliche Leistung hinausgeht. In diesem Jahr versammeln sich 8.000 Athleten aus 55 verschiedenen Ländern, um in 45 verschiedenen Sportarten gegeneinander anzutreten. Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt, dann sieht man nicht nur Wettkämpfer, sondern Botschafter, die aus allen Himmelsrichtungen angereist sind, um hier, in der Hitze des israelischen Sommers, ihren Mut und ihre Leidenschaft zu zeigen.

"Ein Feuer brennt in ihnen" – so beschreibt es die Makkabia-Organisation. Und dieses Feuer spürt man, wenn man durch die Städte geht, von Jerusalem bis in den Norden und Süden, wo die 3.000 Turniere ausgetragen werden.



Mehr als nur Sport

Die Makkabia ist ein Versprechen auf Zusammenhalt. Es ist das Wissen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. Während die Sportler an ihre Grenzen gehen, laden sie uns ein, innezuhalten und diese Verbundenheit zu feiern. Ob beim Schwimmen, im Kampfsport oder bei den Teamspielen – am Ende des Tages bleibt das Gefühl, dass wir durch unsere gemeinsame Geschichte und unsere Visionen fest miteinander verwoben sind.

 



Text: Rosebud

Fotos: Website der Makkabia


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Dienstag, 16. Juni 2026

Mosch ben-Ari: Vollblutmusiker, Made in Israel

 

Wer ist Mosh ben-Ari?

Israelischer Sänger und Musiker, dessen Background so vielfältig ist wie das Land selbst: In Israel geboren, Familienwurzeln in Russland, Asarbadjan, Ägypten, Iraq und Jemen. Aufgewachsen ist Mosh in Afula, einer Entwicklungsstadt im Norden Israels. Schon von früh an fing Mosh an, sich für Musik zu interessieren, inspiriert von den Klängen der jemenititschen Synagogenmusik (hier ein Beispiel), die in der kleinen Nachbarschaftssynagoge Afulas gesungen wurde.

Anfangs war er der Frontsänger der Band "Sheva", mit der er viele Hits hatte
                                                 Sheva: Hilula

Der Stil war Reggae, und auch damals waren die Hauptthemen Spiritualität, die Verbindung mit der Natur und Frieden. Sheva war ein voller Erfolg, und sie tourten in Europa, Amerika, und sogar Australien. Die Band war Reggae, Shanti und New Age - und passte genau in den Trend.

Das Lied "Salam-Shalom" wurde zur Hymne einer ganzen Generation - weltweit
                                              Salam- Shalom - live in Australien


Seit einigen Jahren ist er solo (als Sänger), und hat sich von Reggae- zum Rockmusiker weiterentwickelt, wobei er sowohl singt als auch Gitarre spielt. Mosh schreibt alle seine Songs selbst, sowohl Text als auch Musik, und entwickelt sich ständig als Musiker weiter. Zudem ist er aktiv im Kampf für die Erhaltung des Toten Meers als Natur-Reservoirs, für den Frieden und für die musikalische Tradition von Nordafrika und den Nahen Osten.

                                            

Mosh ben-Ari: Ein Phänomen


Er ist auch weiterhin aktiv als Botschafter von Frieden, Naturverbundenheit und Spiritualität - und vor allem als wunderbarer Musiker, der jede Note und jedes Wort Text seiner Lieder selbst schreibt.
                                          
Text und Fotos: Rosebud

Mittwoch, 10. Juni 2026

Ein Jahrhundert zwischen den Zeilen: Die Magie der Hebräischen Buchwoche

Ein Jahrhundert voller Geschichten - in Israel

                                                   Hebräische Buchwoche
                                   

„Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.“ – Ein altes Sprichwort, das mir heute Morgen wieder in den Sinn kam, als ich über den Duft von frischem Papier und die sanfte Wärme der Sommersonne nachdachte.

Stellt euch vor: Wir feiern ein Jahrhundert voller Geschichten. Ein Jahrhundert, in dem die hebräische Sprache nicht nur auf Pergamenten ruhte, sondern in den Alltag der Menschen wanderte – auf die Tische, in die Parks und in die Herzen der Leser. 

Die Hebräische Buchwoche, dieses wunderbare Fest der Literatur, blickt auf eine hundertjährige Tradition zurück. Es ist ein Jubiläum, das wie eine alte Rose duftet – eine Mischung aus beständiger Eleganz und frischer Lebenskraft.

Und alles fing mit EINEM Stand an, und einer handvoll Bücher!


Ein Fest für die Sinne

Wenn ich an die Buchwoche denke, sehe ich die langen Reihen der Stände vor mir. Die Sonne senkt sich langsam, der Himmel färbt sich in zartes Apricot, und zwischen den aufgeschlagenen Seiten der Neuerscheinungen finden wir Momente der Stille. Es ist ein Fest, das nicht laut ist. Es ist ein Flüstern zwischen Autor und Leser, eine Einladung, in ferne Welten zu reisen, ohne den eigenen Garten zu verlassen.

 

                                                   Eindrücke von Hebräischer Buchwoche

Warum wir heute noch blättern

In einer Welt, die immer schneller zu werden scheint, bleibt das gedruckte Wort ein Anker. Ein Buch zu halten, das Papier zu spüren, das sanfte Rascheln beim Umblättern – das ist eine Kunst, die wir uns bewahren sollten. Die Buchwoche erinnert uns daran, dass wir Teil einer langen Erzählung sind. Von den Anfängen, als das hebräische Buch ein kostbares Gut war, bis heute, wo es uns wie ein treuer Begleiter durch das Leben führt.

 „Wer liest, lebt tausend Leben, bevor er stirbt. Wer nicht liest, lebt nur eines.“ – Ein Zitat, das bei diesem Jubiläum heller strahlt denn je.


Bücher - Totgesagte leben länger

Bücher werden spätestens seit dem Internet, und wahrscheinlich seit dem Radio und Fernsehen totgesagt. Und Handies gelten als "Coup de Grace". Jeder ist vor irgendeinem Bildschirm - nicht aber vor einem Buch. 

Oder?

Wenn wir DIE amerikanische Talkshow-Königin Oprah Winfrey fragen, und die MILLIONEN Followers ihres Buchklubs, dann bekommen wir einen anderen Eindruck: Zu Lesen ist SEXY!

Auch die Social Media machen keinen Umweg zu Büchern, sondern gehen gerade auf sie zu: So gibt es beispielsweise BookTik, eine riesige und sehr beliebte Unterseite zu Büchern auf TikTok.

Kurzum: Totgesagte leben länger. Und das gilt hier doppelt: eine jahrhundertlange totgesagte Sprache feiert ein Medium, das auch totgesagt wurde - und wahrscheinlich uns alle überlebt. 

Feiert mit mir diesen Meilenstein. Mögen noch viele Jahrhunderte voller hebräischer Worte folgen, die unsere Seelen nähren wie Tau den Garten am frühen Morgen.

Habt ihr ein Buch, das euer Leben verändert hat? Erzählt mir davon in den Kommentaren – ich würde mich so freuen, eure kleinen, literarischen Schätze zu entdecken!

Text: Rosebud

Bilder: von der Facebook-Seite der Hebräischen Buchwoche

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Montag, 8. Juni 2026

Israelische Schaumspeise mit Migrationshintergrund

 


                                                Krembo - angebissen und originalverpackt



Trivia

  • Die israelische Version des in Deutschland früher mal politisch unkorrekt als "Negerkuss" und "Mohrenkopf" vermarktete Süssspeise, heute als "Dickmanns" (nach dem Hersteller, aber auch nach dem Resultat, wenn man zuviele ist) bekannt, unterscheidet sich nicht nur dem Namen nach von seinem europäischen Vetter:
  • So ist es koscher (sogar sehr - glatt koscher), laktosefrei und jedes Krembo ist originalverpackt (siehe oben). Nebenbei sind die Krembos so empfindlich, dass Roboterarme bei der Verpackung es zermampfen würde. Und so wird jeder Krembo bis zum heutigen Tag per Hand verpackt. (Es gibt übrigens Sammler der Verpackung, die sie nach Genuss des Krembos bügeln und damit die Wand tapetieren - kein Witz!)
  • Den Namen erhielt "Krembo" vom Hersteller Whitman, und heute ist es Teil des Strauss-Imperiums.
  • In der israelischen Ubersetzung ist Krembo die Lieblingsspeise von Harry Potter


Wirtschaft

Krembos warden nur 5 Monate im Jahr hergestellt, nämlich von Oktober bis Februar, da es im Sommer zu schnell schmelzt.Trotzdem werden alleine in Israel 50 Millionen Krembos pro Saison verkauft - und es gibt auch einen Weltmarkt, vor allem in Regionen, wo Exil-Israelis leben.


Koscher

Nachdem Krembo zwei Teile hat - den Schoko-Creme-Teil und den Keks-Teil, erhält jeder Teil eine andere Bracha (Segensspruch). Zudem ist es am Shabbat (Samstag) verboten, die beiden Teile zu trennen - und der Sänger Ahron Razel hat dazu sogar ein witziges Lied geschrieben (gibt es auf unserer Facebook-Seite)


Last but not least:

Videos der Krembo-Herstellung - auf unserer Facebook-Seite


Bild: Public Domain

Text: Rosebud


Mehr zu Krembo gibt es auf unserer Facebook-Seite